Giovanna di Lucia
Eine junge Frau auf einer sonnenwarmen Straße in Rom

Roman

Die Herrenschneiderin

Postiglione & Rom · Sommer 1950

Ein Medaillon. Ein Atelier. Ein Geheimnis.

Im Sommer 1950 verlässt Sophia De Luca ihr Dorf Postiglione mit einem Nadelkissen, dem Medaillon ihrer Mutter und einem Ziel, das für eine junge Frau unerhört scheint: Sie will Herrenschneiderin werden.

In Rom findet sie Arbeit im traditionsreichen Atelier Ferraro – zwischen Stoffen, strengen Regeln und Männern, die ihr zutrauen, Säume zu nähen, aber keine Anzüge zu entwerfen.

Doch das Medaillon an ihrem Hals weckt Fragen. Je näher Sophia der Wahrheit über ihre Herkunft kommt, desto deutlicher versteht sie: Ihre Vergangenheit hat längst begonnen, nach ihr zu suchen.

Die Herrenschneiderin erzählt von Handwerk, Freiheit und Familiengeheimnissen – und von einer jungen Frau, die ihre Zukunft selbst zuschneidet.

Manchmal schreiben wir nicht über jemanden anderen. Manchmal schreiben wir über die Frau, die wir vielleicht hätten sein können.

Ein Blick in

Sophias Welt

01

Postiglione

Ein Bergdorf, eine Familie und der Anfang einer Geschichte, die Sophia noch nicht kennt.

02

Rom

Eine Stadt voller Geräusche, Düfte und Möglichkeiten – und der Ort, an dem Sophia ihre eigene Welt betritt.

03

Atelier Ferraro

Ein Ort voller Stoffe, Präzision und Hierarchien – und Sophias Raum, ihr Können zu beweisen.

04

Das Medaillon

Ein Erbstück ihrer Mutter, das nicht nur Erinnerung ist, sondern auch eine Spur.

05

Palermo

Eine Reise, die Sophia näher an eine Wahrheit führt, die lange im Verborgenen lag.

06

Zukunft

Ein Leben, das Sophia nicht mehr für andere entwirft, sondern nach ihren eigenen Maßen.

„Jetzt begann mein Leben wirklich.“

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Prolog

Postiglione · früher Morgen · Sommer 1950

Der Morgen hing noch grau über Postiglione. Nebel kroch die Berghänge hinab, irgendwo krähte ein Hahn, und aus dem Dorf drang das Klappern eines Fensterladens.

In der Küche roch es nach Espresso und frischem Brot. Nach allem, was ich kannte und nun zurücklassen würde.

Zia Anna stand am Herd. Als sie sich zu mir umdrehte, hielt sie eine kleine Schachtel in den Händen.

„Es gehörte deiner Mutter“, sagte sie schließlich.

In der Schachtel lag ein rundes Medaillon. Als ich es berührte, wurde Zio Antonio still. Sein Blick blieb daran hängen, als wäre es nicht für mich bestimmt gewesen.

„Es sollte verborgen bleiben“, sagte er leise. Zia Anna aber legte mir die Kette um den Hals. „Trag es nah bei dir, Sophia. Aber zeig es niemandem.“

Draußen wartete der Bus nach Rom. Zio Antonio nahm meine Hand. „Geh deinen Weg“, sagte er. Dann fügte er hinzu: „Und vergiss niemals, wer du bist.“

Sophias Geschichte

Wenn dich Sophia berührt hat, begleite sie weiter.

Die Herrenschneiderin erscheint zunächst als digitaler Roman. Hier kannst du schon jetzt weiter in Sophias Geschichte eintauchen. Sobald das Buch veröffentlicht ist, führt dich dieser Weg direkt zur Veröffentlichung.

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